schmackhaft- boshaft- zauberhaft

Mit Fotografien von

Margrit Jacobi

Die Ausstellung ist vom 5. November 2011 bis 23. November 2011,
Mittwoch, Freitag und Samstag von 15:30 - 18:30 Uhr geöffnet.

Am Mittwoch, den 16. November 2011 (Buß- und Bettag) um 18:30Uhr liest die Schauspielerin Renate M. Mayer "boshafte" Geschichten aus dem Buch "Küsschen Küsschen" von Roald Dahl.



Colier mit schwarzen Spaghetti 2



Es sind charmante Geschichten, die Margrit Jacobi in den Fotografien ihrer neuen Ausstellung
„Schmackhaft-boshaft-zauberhaft“ erzählt. Dabei locken Gewürze und Genüsse, Sahne und Obst
auf ungewöhnliche Weise, sowohl Feinschmecker als auch Liebhaber anspruchsvoller Fotografie:
Schwarze Spaghetti werden zum Collier, Karotten zum Kampfgerät und Schatten führen absurde Eigenleben.




Raphi mit Rotkohl Margrit Jacobi
Kopfschmuck

Nach dem erfolgreichen gemeinsamen Fotoprojekt „Ver-Hüllen-Los“ vor drei Jahren, hat sich die
Fotografin erneut den Künstler und Galeristen Johannes Klinger zur Zusammenarbeit erwählt.
Im kreativen Dialog entstanden witzige Ideen mit spannenden Kompositionen, die mal durch
reduziert eingesetzte Elemente der Digitalkunst wirkungsvoll bereichert wurden.

Margrit Jacobi wurde an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photografie in München,
der heutigen Akademie für Photographie und Design, ausgebildet.
Sie arbeitete anschließend als Presse- und Standfotografin in der Filmstadt München-Geiselgasteig.
Im Bereich Kultur ist Margrit Jacobi als Pressefotografin und Kritikerin für verschiedene Presseorgane tätig.
Wie bereits in der ersten gemeinsamen Ausstellung entstanden alle Aufnahmen in den Räumen der Galerie Johannes Klinger, wo sie exklusiv präsentiert werden.


Kunstwerk Fotografie Margrit Jacobi Raphi fliegend
Schattendasein 3                                                                                      Margrit Jacobi, Johannes Klinger, Immanuel Klinger 2011

"In diesem Projekt spielen Margrit Jacobi und Johannes Klinger sehr bewusst mit den Klischees des Werbefotos, wobei hier die schicken Lifestyle-Magazine, die Grafiken im Magazin der Süddeutschen gemeint sind. Nur bleibt in diesen Fotos ein gewisser Widerstand - exakt der Widerstand, den wir als Irritation empfinden."



Schmackhaft-Boshaft                                                                            Margrit Jacobi, JohannesKlinger, Immanuel Klinger 2011



"Auf den ersten Blick erscheinen uns die fünf Bild-Montagen aus der Serie „Schattendasein“ versöhnlich, eher Peter Pan als Dracula zugehörig, sie führen das Prinzip des Bildes zwar fort, tun uns jedoch nicht den Gefallen, so zu zerfallen, wie wir es erwarten.
Das ist zunächst nur ein Spiel mit Formen, (..) hier jedoch kommt noch das Märchenmotiv des rebelierenden Schattens mit hinzu. Plausibel und doch sichtlich falsch den Sohlen des Modells angenäht. Alles Motive aus der Fabel, aus dem Comic, aus der Urban Legend. Aber eben auch: der Schatten, der sich niederlegen und entspannen möchte, während das Model für die Kamera tanzt.

Diese Montagen sensibilisieren uns für Schattenwürfe in den Bildern schlechthin. Nichts scheint da mehr tatsächlich selbstverständlich. Und spätestens beim Motto-Foto „Schmackhaft-Zauberhaft“ wird klar, dass wir dem Frieden zurecht misstrauen. Dass fünf ineinander montierte Bilder desselben Models uns durch ihre zarten Schattenspuren einen gemeinsamen Raum vormachen, den es überhaupt nicht gibt.

Meine Damen und Herren. Das „ver-hüllen-los“-Projekt war fraglos das, was man eine sinnliche Ausstellung nennen kann.
In dieser neuen Schau hingegen geht es um die Sinne; also um Geschmack, Gefühl und Wahrnehmung. Und um deren Manipulierbarkeit, um ihre Konditionierung durch die Medien. Das ist für eine scheinbar spielerisch vergnügte Fotoschau
gar nicht so wenig. Es ist erlaubt, sie als das wahrzunehmen, was sie ist: ein Köder mit dickem Widerhaken."

                                                                                                                                                                            Klaus Jörg Schönmetzler

                                                                                                                       Die Textauszüge sind der Eröffnungsrede entnommen.


Die Vernissage fand am Freitag dem 4. November 2011 um 19.00 Uhr statt.



 

 

 

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